Hornissen – „Bienenjäger“, die Völker stark schwächen können.

Infobrief Oktober 2026

Die asiatische Hornisse ist nun zu 70% in Ihre Sekundärnester umgezogen, Die Gefahr, in unmittelbare Nähe des Nestes zu geraten und das massive Abwehrverhalten zu spüren, ist weitgehendst vorbei. Die Reproduktionsphase hat nun begonnen. Es ist die „Hoch – Zeit“ in der Hornissen-Periode. Nun werden Geschlechtstiere herangezogen. Das sind zum einen die Jungköniginnen und zum anderen die männlichen Drohnen. Dort, wo man jetzt im Herbst diese Hornissenart antrifft, werden im kommenden Jahr deren Königinnen auf Nestgründungs-Suche gehen; mit anderen Worten, wo jetzt eine Arbeiterin auf Futtersuche geht, sucht im kommenden Frühjahr die Königin einen Nistplatz. Daher ist es wichtig zu dokumentieren, wo und wann ein Exemplar entdeckt wurde. Am besten ein Video / Foto machen und dem Verantwortlichen im Imkerverein zusenden.

Die Meldestelle des LANUK wünscht zurzeit nur noch Meldungen von ganzen Nestern, nicht mehr von Einzeltieren, da sie überlastet sind.

Da im Winter (Nov-Feb.) alle Arbeiterinnen absterben und „nur“ die Königinnen überwintern, haben wir in dieser Zeit eine nahezu Hornissenfreie Zeit. Dies gilt auch für sämtliche Wespenarten.

Nun ist die Zeit alles abzudichten, was zum Nistplatz werden könnte.  Vor allem sind Rollladenkästen, Dachböden und Terrassennahe Nischen prädestiniert. Es gibt mittlerweile Bürstensysteme, die solche Nischen und Rollladendurchgänge gut abdichten, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Das erspart Ärger im Sommer. Zu den Orten wo sich die Königinnen der asiatischen Hornisse gern einnistet werde ich im Frühjahr hier einen Feyer einfügen.

Die jungen Königinnen verlassen schon im Herbst Ihr Nest. Oft sind sie auf den Blüten von Efeu beobachtet worden, um sich zu stärken. Daher bitte dort besonders beobachten und melden. Von einzelnen Tieren geht keine besondere Gefahr aus!

Findet Ihr a.Hornissen, dann meldet das bitte mit Video/Foto zur Bestimmung. Dann sollten dort im Frühjahr Dochttöpfe aufgestellt werden, um Königinnen zu finden.

Eure Mithilfe und Mitarbeit können dazu beitragen, Nester und dadurch erhebliche Gefahren in Eurer Umgebung zu vermeiden.

Die Fördertöpfe der Landwirtschaftskammer sind erwartungsgemäß leer! Eine Lanze haben wir vom KIV noch nicht. Vielleicht wird es einen neuen Fördertopf geben. Bis dahin brauchen wir noch einige von Euch, die als Obmann in den einzelnen Vereinen, Ansprechpartner in Sachen V.V.n werden wollen.

Bis dahin werde ich an einigen Nestentfernungen im Norden von OWL teilnehmen, um Erfahrungen zu sammeln.

Es grüßt Euch euer

Fachberater Vespa velutina

Obmann des KIV für Wespen und Hornissen

Klaus Fredebeul